monsteranne am 17. Dezember 2006 um 1:30 pm
1. Chillen mit den Chilen beim Barbecue mit Chickenhearts
“Man gewinnt immer, und wenn es nur eine Erfahrung ist!” Zunaechst haben wir zwar keinen Job in Hastings “gewonnen”, dafuer aber viele neue Freunde, vor allem aus Chile. Und dazu hat nicht zuletzt unsere geimeinsame Abeitssuche beigetragen. Mit lauter neuer Musik und drei tanzenden, lautsingenden und “Barbecue” schreienden Chilenen konnte einem selbst nach der 10. Absage einfach nicht die Laune vergehen. Ganz im Gegenteil: unsere freien Tage haben wir in vollen Zuegen genutzt und genossen. Vor allem die Mulit-Kulti-Tour auf den “Sleeping Giant” mit einem Eis aus echten Fruechten werden wir wohl so schnell nicht vergessen. Naja, das Wettrennen den Berg hoch haetten wir usn eventuell sparen sollen, aber die Aussicht von da oben auf das winzige Hastings war schon sehr beeindruckend. Ansonsten bestand unser Alltag aus DVD-Abenden (also wenn wir jetzt keine Filmprofis sind….) Tischtennis (Looooser
), shoppen mit Einkaufwagenrennen, Kino (mit einer Dose Baked Beans als Eintritt), bescheuerten WEtten und natuerlich nicht zu vergessen, euch Mails zu schreiben, wir Internetjunkees. Aber nur faul waren wir auch nicht: Als erstes waren wir mal aus Deutschlehrer taetig (unsere Schueler haben sich gar nicht schlecht geschlagen und hatten schon ziemlich schnell so wichtige Worte wie “Kreisverkehr”, “Schnick, schnack, schnuck” und “Affengesicht” (das geht nicht auf uns zurueck) auf der Pfanne. Ausserdem haben wir es doch tatsaechlich geschafft unser erstes eigenes Neuseelandgeld zu verdienen. Das sah dann so aus
: Morgens um sieben Uhr, grosser Punpkin-Mafia-Treff auf der Bp-Tankstelle…. und wir mitten drin. Oder besser gesagt hinterher. Aus den versprochenen 10 Minuten Kolonne fahren wurden gdann ganz schnell mal 40 (aber s.o. was unsere Laune angeht
). Angekommen lagen dann meilenweite Punpkinreihen im Wert von 6 Dollar vor uns ….. HIIILLLFFEEE! Und auf gehts! Keine Ahnung wie wir die 7 Stunden in der prallen Hitze (jaja hier ist Sommer
) durchgestanden haben, aber irgendwie haben wir es doch tatsaechlich geschafft 60 Dollar zu verdienen ( =30 Euro, sind wir die Kings?!
). Tja so waren wir dann beim 2. und beim letzten mal nicht mehr zu fuenft sonder nur noch zu dritt. Aber bekanntlich macht Langeweile ja kreativ und so konnten Anne und ich “chilenischen” (????) Gesangskuensten ein paar Stunden lauschen
(Chilenen koennen einfach nicht ohne Musik und Tanz). Und ein bisschen stolz konnten wir nach getaner Arbeit auch immer auf uns sein und unsere freien Tage umso mehr geniessen, entweder mit den Mexikanern und Chilenen am Strand oder an den Wasserfaellen (klar sind wir auch gesprungen, wir sind doch keine Weicheier). Vor einem traurigen Abschied gab es noch ein fettes Barbecue mit leeecka Chickenhearts und einem riesen grossen Feuerwerk am Strand…. fast wie ein vorgezogenes Silvester am anderen Ende der Welt.
2.Experiences.Desires.Possibilities
Nach 2 Wochen Warten und Rumgammeln haben wir esdoch tatsaechlich geschafft einen festen Job (40 h in der Woche!) zu bekommen. SO vergingen Ratz-Patz 3 Wochen Weingartenarbeit. Zum Glueck waren die Aufgaben nicht so eintoenig wie das Pumkinweeding ,somit halfen wir ueberall ,wo wir gebraucht wurden. Um das mal genauer zu erklaeren: Das war ein Weingarten, indem nicht die Trauben geernet (ist ja auch nicht Herbstzeit), sondern die Weinstoecke bis zu einer gewissen Groesse gezuechtet und an Haendler verkauft werden. Mit einer netten Plaudergesellschaft aus einem Englaender (Guy), Koreaner (Kim) & Deutschen schnippelten wir fleissig Wurzeln, rupften Aeste an Weinstoecken aus, waxten oder pflanzten taeglich 8000 Sticks in die Erde. Andrew (unser Commander) ,Ex-Knacki und Drogendealer aus Suedafrika konnte uns mit seinen Lob immer wieder motivieren! Sein Lieblingssatz: “Slow down! You are too fast!” Wo gibts denn sowas? Er erlaubte auch Joa einmal Trekka zu fahn”! Just for fun! Um die langsam laufende Zeit zu vergessen, spielten wir Personenraten, loesten Mordraetsel, traeumten oder schmiedeten Plaene, wohines als naechstes gehen soll. Doch nicht immer durfte froehlich gelacht werden- schnell wurde es still,wenn man uns mit “keep your fingers moving please!” ermahnte. Nach 3 und mehr Wochen kehrte langsam der Alltag ein und der “Sleeping giant” wurde fast wie ein 2. Zuhause. Zusammen mit Yuma,Maki & Co kochten wir japanisch, vergnuegten uns mit Jack Johnson DVD’s vorm TV,Schrieben euch Mails, telefonierten oder spielten mit den zwei Briten Gitarre… Bei mir gings wie Zuhause auch Sonntags in den Baptistengottesdienst (leider um 10 am – “einfach zu frueh!”) Ich blieb also nicht nur unter den Backpackern ,sondern warf auch mal einen Blick in eine 6-koepfige neuseelaendische Pastorenfamilie, von der ich Donnerstags immer zum Diner eingeladen wurde. Mit anschliessender Bibelarbeit versuchten wir uns durch ein ziemlich schwieriges Thema zu waelzen. Naemlich “the revelation” -”die offenbarung”). Zu meiner Freude durfte ich auch zusammen mit einer aus dem Weingarten auf dem Klavier in der Gemeinde klimpern und den Sound von Musik geniessen. Das tut schon einen gut: Musik zu machen, seiner kreativitaet freien Lauf zu lassen, zu improvisieren oder was neues von Anderen zu lernen (aergerlich war bloss ,dass ich keine Noten mit hatte! naja, who cares!) Um die Seele baumeln zu lassen und nicht nur ans Geld verdienen zu denken, fuhren wir mit Surferboy Zuma an den Strand. Abwechselnd brachte er uns bei sehr niedrigen Wellen das Surfen bei. Auch wenn wir nie lange auf dem Brett knieten oder standen ,war es ein Adrenalinkick sich vom Speed der Welle mitziehn zu lassen.
Anschliessend gabs dann noch leckeres Fastfood (tak away) essen Nr. 1 hier in NZ: “fish & ships” oder auch “shark & tatties” genannt . Was fuer ein Tag!
3. Apple Thinning
oder “Einer Geht noch, einer faellt noch ab!” Um dann doch wieder ein bisschen Abwechslung in unseren schon fast eingekehrten Alltag zu bringen und usnere reference-Liste im CV noch zu verlaengern, gabs ein neues Mafia Treffen. Diesmal allerdings aufm Warehouse Parkplatz und zum Apple Thinning. Eine kleine Einfuehrung (man war das mal wieder eine komplizierte und hoechstanspruchsvolle Aufgabe) und auf gehts: kleine Aepfel abreissen, aber mit Prinzip. Nicht zu viel und nicht zu wenig, erst unten und dann auf die Leiter. Waehrend wir uns bemuiehten auch die obersten Aepfel mit abtreffen (wenigstens koennen wir jetzt werfen und zielen) noch vom Baum purzeln zu lassen, beobachteten wir die Schweizer neben uns, die immer einen, ach nee 2, oh sogar 3, boah 4 Baeume einfach mal ausgelassen hat. Also so macht man Geld. Nachdem wir das dann auch endlich mal geschnallt hatten, wars gar nicht sos chwer mal eben 70 Dollar in drei Stunden zu verdienen
. Aber bei der ganzen Arbeit wird natuerlich nicht unsere geliebte Freizeit vergessen ( auch wenn man dafuer mal ein Tag blau gemacht werden muss
). Da sich die Hostlebesetzung schon etwas veraendert hatte, sind Yuma und ich abends nach napier zu Rod und Beatriz ins Hostle gefahren, um den beiden einen kleinen Besuch abzustatten und eine andere Stadt zu erkunden. Ansonsten haben wir in der Apple Thinning Woche auch wieder viel unsere eigene Sprache benutzt, beim Laufen mit Oli oder Bohnanza spielen mit den Friesen (ich sollte jetzt ausserdem pokern koennen… naja zumindest theoretisch). Mit Jonas, Frido und Janna sind wir nochmal auf den Sleeping Giant gefahren und haben den allerschoensten Sonneruntergang ueber Hastings bestaunt. Richtig action hatten wir dann beim Laserforcen: boys vs. girls! Ja und wer hat gewonnen?! Rhetorische Frage: natuerlich wir Maedels! Und an der Spitze: Joa
Ob ihrs glaubt oder nicht!?
(ich habs auch nicht geglaubt). Auf jeden Fall wars lustig! Als Anne ihren Taupo-Tag gemacht hat, bin ich dann mit dem halben Hastings – und Napier- Hostle zum Strand gefahren. Richtig fettes Piknick an einem Strand ganz fuer uns alleine: surfen, Drachen steigen lassen, lesen, Musik, spielen…. Urlaub!!! Und abends sind wir dann mit dem Taxi inne Cru-Bar gefahren. Sehr lustig! Vor allem mit ein paar guys aus Wellington. Aber bekanntlich hat ja alles ein Ende und so wurden am Sonntag viele Taschen, Rucksaecke und Koffer gepackt und nach vielen traurigen Verabschiedungen (und sogar ein paar Traenen) hat dann jeder einen neuen Weg eingeschlafen. Und unser fuehrte mit den Friesen in Richtung Sued-Westen: Der Tongario Nationalpark!
Nationalpark a)

Nach dem Motto: “You can’t spend your whole life working” war unser naechstes Ziel “tramping” = wandern im Tongariro Nationalpark. Bevor den Track begannen,schliefen wir eine Nacht im Van & Auto am Fusse des Vulkans auf einem Parkplatz. Joa & Janna beschritten den Ein-Tages – Lauf und die zwei Ostfriesen und ich begaben uns auf den Northern Circuit (3 Tage Track). Zusammen marschierten wir trotz Regen,Nebel und einer Sicht von 2 Metern in die Berge hinauf. Vorbei an Sodasprngs, einem Vulkan und(Mt.Ngauruhoe) durch 2 Krater ging es zu den “blue lakes” und qualmenden Loechern wie in Rotorua. Mit Mueh und Not erreichten wir bei einem Eiswind ,der einem Finger gerfrieren liess unsere erste Huette. Trotzdem liessen wiruns nicht die Laune verderben und surften auf einer schneebedeckten Eisflaeche den Hang ein wenig hinunter.
An der Hutte trennten sich unsere Wege und waehrendessen die andere wieder hinunter stiefelten ,richteten wir uns in der Stube zwischen Gaskocher, Ofen und lauter Matrazen ein.Draussen pfiff der Wind ums Haus und wir vertrieben uns die Zeit mit Montagsmaler, Stadt Land Fluss und Skat ,mit der Hoffnung auf gutes Wetter. Ueberraschenderweise lichtete sich der Blick am naechsten Morgen ueber die Berge bis zum Lake Taupo hin. Die naechsten 5 Stunden wanderten wir durch Vulkanlandschaften mit einem grossen Rucksack auf dem Ruecken um den traumhaften Berg “Mt. Doom” – Na? Herr der Ringe Fans? Ja, genau- naemlich um Mordor herum. Man fuehlte sich wie Frodo,der versucht mit seiner letzten Kraft den zu vernichten. Aber da Herr Frodo nicht am Set war, drehten wir mit Herr Frido & seinem Gefaehrten Sam die Schlussszene des 3.Teils am Fusse des Berges.Die letzte Nacht verbrachten wir mit den Anderen Cracks auf einer Huette mitten im Nirgendwo. Da es keine Duschen gab,erfrischten Jonas und ich uns kurz im eiskalten Bergfluss. Hua! Adeventure pur! Auch die letzten 5 h Stunden bewaeltigten wir durch eine Grassteppe zurueck zur Zivilisation, vorbei am 2.Set des HDR – “der Wasserfall” an dem Gollom sein rogen Fisch verspeiste.
Nach so eine Tour muss erstmal verschnauft werden. Also mieteten wir ein Zimmer zu 5. und feierten um Null Uhr in meinen 20.Geburtstag rein. Ein liebes Dankeschoen fuer alle Glueckwuensche, grossen Arbeiten an meinem Geburtstagslied & Geschenke! Eine Freue,wenn jemand aus weiter Ferne an mich denkt!
4. b) Tongario Nationalpark und Taupo
“Described as one of the best one-dzy traks in New Zealand, from alpine meadow to mountain summit with stunning volcanic features along the way!”
“You will need to bring: raincoat and over trousers, warm clothing, strong shoes or boots, sunscreen and sunglasses, camera!”
Jaja Profis sind wir wohl noch nicht, aber wenigstens hatten wir ne Kamera dabei, die wir allerdings wegen unserer eingeeisten Finger kaum noch benutzen konnten. Aber erstmal find ja alles ganz gut an als wir zu fuenft in den Nationalpark los gestiefelt sind. Nette Unterhaltungen und schoene Landschaft lenkten uns von dem Regen und Nebel ab. Aber umso hoer wir kletterten umso kaelter wurde es auch. Die Laune konnte mir das allerdings noch lange nicht verderben. Anne, Fride und Jonas hatten wir zwar schnell verloren, aber Janna und ich hams auch alleine geschafft die 100 Hochenmeter zu erklimmen, die Vulkanlandschaft mit den tuerkisblauen Seen und den kleinen Urwald am reissenden Fluss zu durchschreiten. Eine kleine Pause in einer Huette, aber ansonsten 6 ½ Stunden wandern. Haette ich war vorher nicht fuer moegelich gehalten, aber es hat mir ohne Ende Spass gemacht.
Trotzdem haben Janna und ich uns auf den warmen Bulli mit Musik, etwas zu essen und einer Runde Bohnanza gefreut.
Zufrieden und ein bisschen stolz haben wir uns aber ziemlich direkt auf den WEg in Richtung Taupo gemacht, um da ein bisschen Urlaub am See zu geniessen. eine Dusche suchen, die Stadt erkunden, ein gemuetlicher Abend mit anderen Backpackern am See und sich dann in den warmen Bulli kuscheln. Was kann es schoneres geben?!
Ausgeschlafen und lecker gefruehstueckt haben wir uns am naechsten Tag auf den WEg zu den Huka Falls, den craters of the moon und einer schoenen Wiese am Fluss gemacht.
Schon wieder so ein Tag, der vergeht wie im Flug.
Tja, unsere Spa-Pool un dSky-Diving Plaene wurden dann von unseren Sprinter-Wanderern durchkreuzt, die wir also schon am naechsten Tag aus dem mationalpark abholen mussten…. aber natuerlich haben wir uns auch gefreut die anderen heile und gesund von ihrer Wandertour einzusammeln und gemeinsam ein neues Bett fuer die naechste Nacht zu suchen.
5. “Go somewhere no one has ever stayed before”
Jedenfalls ging es an einem Ort,wo wir noch nicht waren. Ueber den “forgotten highway” durch Tunnel, trop. Waelden und ueber Schotterstrassen fuhren wir nach New Plymouth (West of the North Island).
Dort goennten wir uns einen Kinobesuch und erkundeten die Stadt und arbeiten in einem Hostel fuer eine kostenlose Unterkunft. Schon nach 2 Tagen trafen sich unsere WEge mit den der Osfriesen wieder zusammen. Wir vertrieben uns die Zeit mit Cricket gucken und im trop. park und Zoo rumschlendern.
Joa und Ich machten uns aber weiter auf den Weg in ein Farmhostel in Hawera. Um etwas Auszuspannen und Zeit zu bis Weihnachten zu schinden arbeiten wir taeglich 3 h auf der farm (putzten Haeuserwaende,sammelten Stoeckchen) und machten Ausfluege zu verwilderten Straenden und den Dawson Falls am Mt. Taranaki.Die Farm liegt etwas abgelegen, wir wohnen ganz allein im Hostel und alles ist so friedlich und still.
Doch nun haben wir schon fast die unterste Spitze der Nordinsel erreicht. Momentan sitzen wir in einer Bibliothek in Palmerston North und Weihnachten wird in der Hauptstadt gefeiert!
Wir gruessen euch!
Alles liebe! Joa & Anne







Unsere “Bach” fuer 3 Tage
Waten zur Insel bei Ebbe