monsteranne am 17. Dezember 2006 um 1:30 pm

1. Chillen mit den Chilen beim Barbecue mit Chickenhearts

“Man gewinnt immer, und wenn es nur eine Erfahrung ist!” Zunaechst haben wir zwar keinen Job in Hastings “gewonnen”, dafuer aber viele neue Freunde, vor allem aus Chile. Und dazu hat nicht zuletzt unsere geimeinsame Abeitssuche beigetragen. Mit lauter neuer Musik und drei tanzenden, lautsingenden und “Barbecue” schreienden Chilenen konnte einem selbst nach der 10. Absage einfach nicht die Laune vergehen. Ganz im Gegenteil: unsere freien Tage haben wir in vollen Zuegen genutzt und genossen. Vor allem die Mulit-Kulti-Tour auf den “Sleeping Giant” mit einem Eis aus echten Fruechten werden wir wohl so schnell nicht vergessen. Naja, das Wettrennen den Berg hoch haetten wir usn eventuell sparen sollen, aber die Aussicht von da oben auf das winzige Hastings war schon sehr beeindruckend. Ansonsten bestand unser Alltag aus DVD-Abenden (also wenn wir jetzt keine Filmprofis sind….) Tischtennis (Looooser :( ), shoppen mit Einkaufwagenrennen, Kino (mit einer Dose Baked Beans als Eintritt), bescheuerten WEtten und natuerlich nicht zu vergessen, euch Mails zu schreiben, wir Internetjunkees. Aber nur faul waren wir auch nicht: Als erstes waren wir mal aus Deutschlehrer taetig (unsere Schueler haben sich gar nicht schlecht geschlagen und hatten schon ziemlich schnell so wichtige Worte wie “Kreisverkehr”, “Schnick, schnack, schnuck” und “Affengesicht” (das geht nicht auf uns zurueck) auf der Pfanne. Ausserdem haben wir es doch tatsaechlich geschafft unser erstes eigenes Neuseelandgeld zu verdienen. Das sah dann so aus :) : Morgens um sieben Uhr, grosser Punpkin-Mafia-Treff auf der Bp-Tankstelle…. und wir mitten drin. Oder besser gesagt hinterher. Aus den versprochenen 10 Minuten Kolonne fahren wurden gdann ganz schnell mal 40 (aber s.o. was unsere Laune angeht :) ). Angekommen lagen dann meilenweite Punpkinreihen im Wert von 6 Dollar vor uns ….. HIIILLLFFEEE! Und auf gehts! Keine Ahnung wie wir die 7 Stunden in der prallen Hitze (jaja hier ist Sommer :) ) durchgestanden haben, aber irgendwie haben wir es doch tatsaechlich geschafft 60 Dollar zu verdienen ( =30 Euro, sind wir die Kings?! :) ). Tja so waren wir dann beim 2. und beim letzten mal nicht mehr zu fuenft sonder nur noch zu dritt. Aber bekanntlich macht Langeweile ja kreativ und so konnten Anne und ich “chilenischen” (????) Gesangskuensten ein paar Stunden lauschen :) (Chilenen koennen einfach nicht ohne Musik und Tanz). Und ein bisschen stolz konnten wir nach getaner Arbeit auch immer auf uns sein und unsere freien Tage umso mehr geniessen, entweder mit den Mexikanern und Chilenen am Strand oder an den Wasserfaellen (klar sind wir auch gesprungen, wir sind doch keine Weicheier). Vor einem traurigen Abschied gab es noch ein fettes Barbecue mit leeecka Chickenhearts und einem riesen grossen Feuerwerk am Strand…. fast wie ein vorgezogenes Silvester am anderen Ende der Welt.

2.Experiences.Desires.Possibilities

Nach 2 Wochen Warten und Rumgammeln haben wir esdoch tatsaechlich geschafft einen festen Job (40 h in der Woche!) zu bekommen. SO vergingen Ratz-Patz 3 Wochen Weingartenarbeit. Zum Glueck waren die Aufgaben nicht so eintoenig wie das Pumkinweeding ,somit halfen wir ueberall ,wo wir gebraucht wurden. Um das mal genauer zu erklaeren: Das war ein Weingarten, indem nicht die Trauben geernet (ist ja auch nicht Herbstzeit), sondern die Weinstoecke bis zu einer gewissen Groesse gezuechtet und an Haendler verkauft werden. Mit einer netten Plaudergesellschaft aus einem Englaender (Guy), Koreaner (Kim) & Deutschen schnippelten wir fleissig Wurzeln, rupften Aeste an Weinstoecken aus, waxten oder pflanzten taeglich 8000 Sticks in die Erde. Andrew (unser Commander) ,Ex-Knacki und Drogendealer aus Suedafrika konnte uns mit seinen Lob immer wieder motivieren! Sein Lieblingssatz: “Slow down! You are too fast!” Wo gibts denn sowas? Er erlaubte auch Joa einmal Trekka zu fahn”! Just for fun! Um die langsam laufende Zeit zu vergessen, spielten wir Personenraten, loesten Mordraetsel, traeumten oder schmiedeten Plaene, wohines als naechstes gehen soll. Doch nicht immer durfte froehlich gelacht werden- schnell wurde es still,wenn man uns mit “keep your fingers moving please!” ermahnte. Nach 3 und mehr Wochen kehrte langsam der Alltag ein und der “Sleeping giant” wurde fast wie ein 2. Zuhause. Zusammen mit Yuma,Maki & Co kochten wir japanisch, vergnuegten uns mit Jack Johnson DVD’s vorm TV,Schrieben euch Mails, telefonierten oder spielten mit den zwei Briten Gitarre… Bei mir gings wie Zuhause auch Sonntags in den Baptistengottesdienst (leider um 10 am – “einfach zu frueh!”) Ich blieb also nicht nur unter den Backpackern ,sondern warf auch mal einen Blick in eine 6-koepfige neuseelaendische Pastorenfamilie, von der ich Donnerstags immer zum Diner eingeladen wurde. Mit anschliessender Bibelarbeit versuchten wir uns durch ein ziemlich schwieriges Thema zu waelzen. Naemlich “the revelation” -”die offenbarung”). Zu meiner Freude durfte ich auch zusammen mit einer aus dem Weingarten auf dem Klavier in der Gemeinde klimpern und den Sound von Musik geniessen. Das tut schon einen gut: Musik zu machen, seiner kreativitaet freien Lauf zu lassen, zu improvisieren oder was neues von Anderen zu lernen (aergerlich war bloss ,dass ich keine Noten mit hatte! naja, who cares!) Um die Seele baumeln zu lassen und nicht nur ans Geld verdienen zu denken, fuhren wir mit Surferboy Zuma an den Strand. Abwechselnd brachte er uns bei sehr niedrigen Wellen das Surfen bei. Auch wenn wir nie lange auf dem Brett knieten oder standen ,war es ein Adrenalinkick sich vom Speed der Welle mitziehn zu lassen. :) Anschliessend gabs dann noch leckeres Fastfood (tak away) essen Nr. 1 hier in NZ: “fish & ships” oder auch “shark & tatties” genannt . Was fuer ein Tag!

3. Apple Thinning

oder “Einer Geht noch, einer faellt noch ab!” Um dann doch wieder ein bisschen Abwechslung in unseren schon fast eingekehrten Alltag zu bringen und usnere reference-Liste im CV noch zu verlaengern, gabs ein neues Mafia Treffen. Diesmal allerdings aufm Warehouse Parkplatz und zum Apple Thinning. Eine kleine Einfuehrung (man war das mal wieder eine komplizierte und hoechstanspruchsvolle Aufgabe) und auf gehts: kleine Aepfel abreissen, aber mit Prinzip. Nicht zu viel und nicht zu wenig, erst unten und dann auf die Leiter. Waehrend wir uns bemuiehten auch die obersten Aepfel mit abtreffen (wenigstens koennen wir jetzt werfen und zielen) noch vom Baum purzeln zu lassen, beobachteten wir die Schweizer neben uns, die immer einen, ach nee 2, oh sogar 3, boah 4 Baeume einfach mal ausgelassen hat. Also so macht man Geld. Nachdem wir das dann auch endlich mal geschnallt hatten, wars gar nicht sos chwer mal eben 70 Dollar in drei Stunden zu verdienen :) . Aber bei der ganzen Arbeit wird natuerlich nicht unsere geliebte Freizeit vergessen ( auch wenn man dafuer mal ein Tag blau gemacht werden muss ;) ). Da sich die Hostlebesetzung schon etwas veraendert hatte, sind Yuma und ich abends nach napier zu Rod und Beatriz ins Hostle gefahren, um den beiden einen kleinen Besuch abzustatten und eine andere Stadt zu erkunden. Ansonsten haben wir in der Apple Thinning Woche auch wieder viel unsere eigene Sprache benutzt, beim Laufen mit Oli oder Bohnanza spielen mit den Friesen (ich sollte jetzt ausserdem pokern koennen… naja zumindest theoretisch). Mit Jonas, Frido und Janna sind wir nochmal auf den Sleeping Giant gefahren und haben den allerschoensten Sonneruntergang ueber Hastings bestaunt. Richtig action hatten wir dann beim Laserforcen: boys vs. girls! Ja und wer hat gewonnen?! Rhetorische Frage: natuerlich wir Maedels! Und an der Spitze: Joa :) Ob ihrs glaubt oder nicht!? :) (ich habs auch nicht geglaubt). Auf jeden Fall wars lustig! Als Anne ihren Taupo-Tag gemacht hat, bin ich dann mit dem halben Hastings – und Napier- Hostle zum Strand gefahren. Richtig fettes Piknick an einem Strand ganz fuer uns alleine: surfen, Drachen steigen lassen, lesen, Musik, spielen…. Urlaub!!! Und abends sind wir dann mit dem Taxi inne Cru-Bar gefahren. Sehr lustig! Vor allem mit ein paar guys aus Wellington. Aber bekanntlich hat ja alles ein Ende und so wurden am Sonntag viele Taschen, Rucksaecke und Koffer gepackt und nach vielen traurigen Verabschiedungen (und sogar ein paar Traenen) hat dann jeder einen neuen Weg eingeschlafen. Und unser fuehrte mit den Friesen in Richtung Sued-Westen: Der Tongario Nationalpark!

Nationalpark a)

Nach dem Motto: “You can’t spend your whole life working” war unser naechstes Ziel “tramping” = wandern im Tongariro Nationalpark. Bevor den Track begannen,schliefen wir eine Nacht im Van & Auto am Fusse des Vulkans auf einem Parkplatz. Joa & Janna beschritten den Ein-Tages – Lauf und die zwei Ostfriesen und ich begaben uns auf den Northern Circuit (3 Tage Track). Zusammen marschierten wir trotz Regen,Nebel und einer Sicht von 2 Metern in die Berge hinauf. Vorbei an Sodasprngs, einem Vulkan und(Mt.Ngauruhoe) durch 2 Krater ging es zu den “blue lakes” und qualmenden Loechern wie in Rotorua. Mit Mueh und Not erreichten wir bei einem Eiswind ,der einem Finger gerfrieren liess unsere erste Huette. Trotzdem liessen wiruns nicht die Laune verderben und surften auf einer schneebedeckten Eisflaeche den Hang ein wenig hinunter. :) An der Hutte trennten sich unsere Wege und waehrendessen die andere wieder hinunter stiefelten ,richteten wir uns in der Stube zwischen Gaskocher, Ofen und lauter Matrazen ein.Draussen pfiff der Wind ums Haus und wir vertrieben uns die Zeit mit Montagsmaler, Stadt Land Fluss und Skat ,mit der Hoffnung auf gutes Wetter. Ueberraschenderweise lichtete sich der Blick am naechsten Morgen ueber die Berge bis zum Lake Taupo hin. Die naechsten 5 Stunden wanderten wir durch Vulkanlandschaften mit einem grossen Rucksack auf dem Ruecken um den traumhaften Berg “Mt. Doom” – Na? Herr der Ringe Fans? Ja, genau- naemlich um Mordor herum. Man fuehlte sich wie Frodo,der versucht mit seiner letzten Kraft den zu vernichten. Aber da Herr Frodo nicht am Set war, drehten wir mit Herr Frido & seinem Gefaehrten Sam die Schlussszene des 3.Teils am Fusse des Berges.Die letzte Nacht verbrachten wir mit den Anderen Cracks auf einer Huette mitten im Nirgendwo. Da es keine Duschen gab,erfrischten Jonas und ich uns kurz im eiskalten Bergfluss. Hua! Adeventure pur! Auch die letzten 5 h Stunden bewaeltigten wir durch eine Grassteppe zurueck zur Zivilisation, vorbei am 2.Set des HDR – “der Wasserfall” an dem Gollom sein rogen Fisch verspeiste.

Nach so eine Tour muss erstmal verschnauft werden. Also mieteten wir ein Zimmer zu 5. und feierten um Null Uhr in meinen 20.Geburtstag rein. Ein liebes Dankeschoen fuer alle Glueckwuensche, grossen Arbeiten an meinem Geburtstagslied & Geschenke! Eine Freue,wenn jemand aus weiter Ferne an mich denkt!

4. b) Tongario Nationalpark und Taupo


“Described as one of the best one-dzy traks in New Zealand, from alpine meadow to mountain summit with stunning volcanic features along the way!”
“You will need to bring: raincoat and over trousers, warm clothing, strong shoes or boots, sunscreen and sunglasses, camera!”
Jaja Profis sind wir wohl noch nicht, aber wenigstens hatten wir ne Kamera dabei, die wir allerdings wegen unserer eingeeisten Finger kaum noch benutzen konnten. Aber erstmal find ja alles ganz gut an als wir zu fuenft in den Nationalpark los gestiefelt sind. Nette Unterhaltungen und schoene Landschaft lenkten uns von dem Regen und Nebel ab. Aber umso hoer wir kletterten umso kaelter wurde es auch. Die Laune konnte mir das allerdings noch lange nicht verderben. Anne, Fride und Jonas hatten wir zwar schnell verloren, aber Janna und ich hams auch alleine geschafft die 100 Hochenmeter zu erklimmen, die Vulkanlandschaft mit den tuerkisblauen Seen und den kleinen Urwald am reissenden Fluss zu durchschreiten. Eine kleine Pause in einer Huette, aber ansonsten 6 ½ Stunden wandern. Haette ich war vorher nicht fuer moegelich gehalten, aber es hat mir ohne Ende Spass gemacht.
Trotzdem haben Janna und ich uns auf den warmen Bulli mit Musik, etwas zu essen und einer Runde Bohnanza gefreut.
Zufrieden und ein bisschen stolz haben wir uns aber ziemlich direkt auf den WEg in Richtung Taupo gemacht, um da ein bisschen Urlaub am See zu geniessen. eine Dusche suchen, die Stadt erkunden, ein gemuetlicher Abend mit anderen Backpackern am See und sich dann in den warmen Bulli kuscheln. Was kann es schoneres geben?!
Ausgeschlafen und lecker gefruehstueckt haben wir uns am naechsten Tag auf den WEg zu den Huka Falls, den craters of the moon und einer schoenen Wiese am Fluss gemacht.
Schon wieder so ein Tag, der vergeht wie im Flug.
Tja, unsere Spa-Pool un dSky-Diving Plaene wurden dann von unseren Sprinter-Wanderern durchkreuzt, die wir also schon am naechsten Tag aus dem mationalpark abholen mussten…. aber natuerlich haben wir uns auch gefreut die anderen heile und gesund von ihrer Wandertour einzusammeln und gemeinsam ein neues Bett fuer die naechste Nacht zu suchen.

5. “Go somewhere no one has ever stayed before”

Jedenfalls ging es an einem Ort,wo wir noch nicht waren. Ueber den “forgotten highway” durch Tunnel, trop. Waelden und ueber Schotterstrassen fuhren wir nach New Plymouth (West of the North Island).

Dort goennten wir uns einen Kinobesuch und erkundeten die Stadt und arbeiten in einem Hostel fuer eine kostenlose Unterkunft. Schon nach 2 Tagen trafen sich unsere WEge mit den der Osfriesen wieder zusammen. Wir vertrieben uns die Zeit mit Cricket gucken und im trop. park und Zoo rumschlendern.

Joa und Ich machten uns aber weiter auf den Weg in ein Farmhostel in Hawera. Um etwas Auszuspannen und Zeit zu bis Weihnachten zu schinden arbeiten wir taeglich 3 h auf der farm (putzten Haeuserwaende,sammelten Stoeckchen) und machten Ausfluege zu verwilderten Straenden und den Dawson Falls am Mt. Taranaki.Die Farm liegt etwas abgelegen, wir wohnen ganz allein im Hostel und alles ist so friedlich und still.

Doch nun haben wir schon fast die unterste Spitze der Nordinsel erreicht. Momentan sitzen wir in einer Bibliothek in Palmerston North und Weihnachten wird in der Hauptstadt gefeiert!

Wir gruessen euch!

Alles liebe! Joa & Anne

Anne hat Geburtstag…

Fusselwurm am 8. Dezember 2006 um 4:20 am

… und wir haben’s schon verpaßt – zumindest wenn man jetzt in NZ sitzt und auf Glückwünsche lauert.

Aber wir waren nicht faul:

1-staendchen.mp3
2-glueckwunsch.mp3
3-versuch_staendchen.mp3
4-vglueckwunsch.mp3

Neue Fotos

monsteranne am 5. November 2006 um 4:28 pm

 

hallo ihr,

Wir haben mal wieder unsere Fotoseite aktualisiert! Viel Spass!

 Joa und Anne!

Sleeping Giant

monsteranne am 30. Oktober 2006 um 11:03 am

SpanGerLisch

Eine gemuetliche kleine Villa wird langsam zu unserem zu Hause. Eigenes Zimmer zu zweit, kostenlos Waesche waschen wie bei Mutti, warme Duschen, eine gut eingerichtete Kueche, DVD-Kuschelecke und einen Extra-Telefon-Raeumchen (“E.T.nach Haus telefonieren”). Hier wird gelacht, sich ausgetauscht und es werden neue Kulturen entdeckt und das alles auf spanisch, japanisch, koranisch, englisch und deutsch. Besonders interessierte uns die Frage, wie die eigene Sprache fuer andere klingt. Mit Haenden und Fuessen und den verwirrensten Erklaerungen kamen wir der Antwort ein kleines Stueckchen naeher. Sergio aus Chile zeichnete uns ein teils abgehaktes, spitzes Diagram fuer unsere Sprache. Fasziniert sind sie allerdings immer wieder von vielen deutschen Woertern und lernen schnell neue, WICHTIGE Ausdruecke wie “Kreisverkehr”, “Schnick schnack schnuck” und “scheisse” dazu (letzteres koennen sie sich natuerlich am besten merken – typisch :) ).

Auf dem Te Mata Peak oder auch Sleeping Giant genannt, da der Berg aussieht wie ein schlafender Riese!

Das ist unser gemuetliches backpackerhostel ,in dem wir fuer laengere Zeit wohnen werden.

Etwas vergeblich gingen wir mit Daniel, Gonzalo und Sergio auf Arbeitssuche, hatten dabei in ihrem Van mit lauter, spanischer Musik allerdings immer jede Menge Spass. 

So konnten uns selbst die ganzen Absagen nicht die Laune verderben und wir haben andere Moeglichkeiten gefunden uns die Zeit zu vertreiben. So erkundeten wir die Berge, die gleich nebenan liegen und aussehen wie ein riesiger schlafender Riese. Von seinem Bauchnabel aus bestaunten wir den Pazifik und Hastings mit den Ameisen-Autos.

Musik hoerend und traeumend am Strand.

Fast wie  im Urlaub fuehlten wir uns als wir am Strand Kniffel zockten, Surfer beobachteten und traeumerisch in den blauen Himmel schauten.

Zu neunt in einem kleinen Van machten wir uns auf den Weg zu einem Wasserfall. Versteckt in den Bergen entdeckten wir dieses Naturwunder. Just for fun sprangen die Jungs von den Klippen direkt neben dem Wasserfall in den klaren See.

Delikatessen lassen wir uns natuerlich nicht entgehen und so zauberten wir mit dem Exkoch Yuma sein japanisches Leibgericht. Eine Art Pancakes mit Salat und Kaese.  Yummie!!!

Tradition der Backpacker: Freitagsabends gibt es ein Barbecue. Schnell lagen auf dem Grill Chicken Hearts , Lamb und andere Favoriten aus Chile. Keine Angst wir haben keine Herzen gegessen.

Das sind die guys aus Chile die einen immer bei guter Laune halten.

Doch fuer einen Tag fanden wir einen harten Job: Das so genannte Pumpkin weeding, auf deutsch: Unkraut jaehten um die Kuerbisse herum. Ein Knochenjob: lange Reihen ohne Ende und die heisse Sonne im Nacken. Doch selbst das konnte uns die Laune nicht verderben und wir vertrieben uns die Zeit mit kleinen Ratespielen!

Wir werden trotzdem nicht aufgeben weiter nach Arbeit zu suchen. 

“Nothing is ever achieved that stays in a dream. Take action!”  :) :) :)

Von Tauranga nach Te Hauke

monsteranne am 22. Oktober 2006 um 1:26 pm

“Hello we are looking for a job”
Unser Zwischenstop in Tauranga wurde zu einem zweitaegigen Aufenthalt. Auf der Suche nach Arbeit erfuhren wir leider, dass wir uns in dem so genannten “Hungry Gap” befanden. Das heisst Kiwipicking und packing Saison war grade zu Ende und die Sommersaison fing in den Cafes und Motels erst in ein paar Wochen an. Nachdem wir ungefaehr hundertmal unsere Telefonnummer hinterlassen hatten, machten wir uns nach einer Campingplatznacht auf den Weg zur qualmenden Stadt.
Um uns von unser 10 stuendigen Arbeitssuche zu erholen, genossen wir einen Touri-Tag in Rotorua mit allem was dazu gehoert. Wir habens uns einfach so richtig gut gehen lassen. Beeindruckt waren wir vor allem vom Markenzeichen der Stadt: Ueberall stieg Rauch mit Schwefel auf! Stinkt ,aber sieht lustig aus! Danach haben wir eine Runde Moechtegern-shoppen gestartet. Was ist das? Shoppen ohne Geld. Hart aber wir haben es mit einem Eis in der Hand durchgehalten!
Noch ein bisschen an dem riesen Lake Rotorua chillen, bzw. Eine alte Maori-Christenkirche bestaunt und weiter ging es zu unserem naechsten Schlafplatz: Ein sehr guenstiger, aber wunderschoener DOC-Campingplatz mitten im Wald am See. Komposttoilette: “Fuetter mich!” Tja ,das haben wir dann auch getan versehentlich mit unserer einzigen Klopapierrolle.:(

Naja, zum Glueck hat jemand Taschentuecher erfunden. Unser Glueck! Der Abend, die Nacht & der Morgen war richtig wie Urlaub & langsam bevorzugen wir tatsaechlich schon fast unsere gemuetlichen Toyota-Ledersitze einer billigen Warehouse-Isomatte.

WAI-O-TAPU

Um wenigstens eine von den vielen Attraktionen aus Rotorua zu machen, goennten wir uns ein Erlebnis, das besonders beruehmt an diesem Ort ist. Wie damals (bei einer Touriinformation in Tauranga) erschienen wir exakt zur Oeffnung des Thermal-Wonderlands. Ihr muesst wissen, wenn man in einem Auto schlaeft, in dem man um 7 Uhr von hellem Licht geblendet ist, kann man trotz verlaengertem Urlaub nicht laenger schlafen.

Nun zur Attraktion: ” Wo wart ihr eigentlich?” – Wir, Liebe Kinder, waren in New Zealands most colourful and deverse volcanic area. D.h. in einem Thermalgebiet, das von vielen kollabierten Kratern uebersaet ist.So wanderten wir 70 Minuten lang an heissen und kalten Seen, Schlammtuempeln und dampfenden Erdspalten vorbei und knipsten unheimlich oft. ALLES war einfach faszienierend!

  

Unter anderem entdeckten wir Loecher,denen lustige Namen wie “devils bath” oder ” the devils inkpots” gegeben waren. Man fuehlte sich in dem Moment dem Mittelpunkt der Erde ein Stueckchen naeher… Highlight dieses Ausflugs war ein 3m hoher wasserspritzender Geysir, den wir zum Schluss bestaunten.

SCHEISSARBEIT- SCHEISS DRAUF!

Ein neuer Abschnitt begann mit der Entscheidung fuer eine Woche eine Wwooferfamilie zu besuchen. Somit zogen wir in eine area “Hakwes Bay” los und kamen nach ca. 3 h durch die Praerie ohne eine einzige Tanke gesehen zu haben in Te Hauke (Schoene Gruesse- das bedeutet “Wind”) near Hastings an.

Begruesst wurden wir einem freundlichen ,52 Jahre alten, Organicfarmer namens Andrew Seager. Bei einem Taesschen Tee stellten wir uns vor und erfuhren etwas ueber unseren neuen Gastgeber: Ein Englaender ,der vor 20 Jahren nach Neuseeland immigrierte und vorher eine halbe Weltreise unternommen hatte. Er lebte 2 Jahre in: Germany, South Africa, Australia and now NEW ZEALAND. Jedes mal ,wenn wir ihn fragten :”Have you been in…?” kam oft die Antwort:” Yes, I’ve been there for…years.”

Und los gings mit einer Scheissarbeit im warsten Sinne des Wortes: Kuhflatschen einsammeln und daraus einen Kompost basteln.(Andrew:”It’s like baking a cake!”- Ja klar!) Unter anderem halfen wir Samen zu saehen, Kartoffeln einzupflanzen,Unkraut zu jaehten, Bohnen zu pfluecken, Kompost umzugraben und zu kochen (Schokikuchen backen).

Trotz mangelnder Motivation bei harter Arbeit hielten wir wacker durch und erhielten nach getaner Arbeit jedes mal ein liebes Dankeschoen. Mit dem Einzug seiner 12-jaehrigen, pubertaeren Tocher Hazel kam noch etwas mehr Stimmung ins Haus. In unserer freien Zeit starteten wir unser Kniffelbattle und genossen Cluedo mit der 2-Mann Familie.

        

Auch von hier haben wir uns mittlerweile wieder verabschiedet und richten uns heute in einem Backpackerhostel in Hastings nett ein.

 

 

 

Poetry 8.- 12.10.2006

monsteranne am 17. Oktober 2006 um 7:54 pm

Nach Hobbiton wollten wir geh’n,
Doch konnten wirs leider nicht sehn.
50 $ waren uns zu teuer,
so zog es uns wieders hinters Steuer.
Doch anstatt uns sinnlos zu besaufen,
Gingen wir erstmal eine Runde laufen.
Nickerchen und Basteleien,
Machten unsere Seelen rein.
Um Maria unter die Arme zu greifen,
Mussten wir den Supermarkt streifen.
6 Tueten und ein Eis,
spendiert von ihr- Das ist kein Scheiss!
Abschied nehmen faellt uns schwer,
Doch morgen zieht es uns ans Meer.

 Unsere “Bach” fuer 3 Tage

 Waten zur Insel bei Ebbe

Nach Whangamata rollte die neue Kiste los,
Und Joa neben Anne hatte die Karte auf dem Schoss.
Eine eigene Bach , das war unser traum,
14 Betten fuer uns alleine, das ist viel Raum.
Die Schluessel von den Racern einfach in die Hand gedrueckt,
Wer kann das glauben, das ist doch verrueckt.
Adventure musste unbedingt sein,
Bei Ebbe ging es auf eine Insel – klein ,aber fein!
Doch wollten wir nicht nur den kalten Pazifik ertragen,
So haben wir uns eine Grube am Hot water Beach gegraben.
Die Temperatur des Wassers konnten wir uns aussuchen,
Nur bei verbrannten Fuessen mussten wir fluchen.
Um mal etwas Ruhe zu erlangen,
Haben wir uns 12 h in Herr der Ringe verfangen.
Mit dem Feeling von Mittelerde,
Sattelten wir eisern neu unsere Pferde….

Zwischenstop in Cambridge

monsteranne am 7. Oktober 2006 um 4:45 pm

Hier ist alles gut! Verbringen einige Tage in Cambrigde und haben sogar schon echte Gluehwuermchen gesehen. Melden uns bald mit einem richtigen Bericht. See ya Guys!

Good Luck and Bad Luck – Glueck im Unglueck!

“An diesem Kap, 116 km nordwestlich von Kaitaia, treffen Suedpazifik und tasmanisches Meer aufeinander. Von einem alten und beruehmten Leuchtturm geht der Blick auf die Weite der beiden Meere hinaus. Ein Wegweiser macht deutlich wie weit man von allen anderen Orten der Welt entfernt ist.”

Bis zu euch sind es ca. 17000 km. Das durften wir nach einer spontan gebuchten Busfahrt mit einem waschechten, singenden Maori-Busfahrer erfahren.

Mit ihm ging es an dem weissen, weiten 90-Mile Beach entlang. Grosses Highlight war das Sandsurfen auf den Sahara-aehnlichen Duenen am Strand.

Der Rueckweg ueber die Westroute nach Auckland ging an wunderschoenen Straenden, an der Hundertwassertoilette und an den 27 m hohen Wasserfaellen in Kerikeri (Anne comeback) vorbei.

Unser 1. richtiges Bett stellte Michael, unser Autoverkaeufer in seinem 2. Haus zu Verfuegung.

Uebrigens: Untermieter war “Bruce the Kiffer”. Keine Angst! – Wir zogen nicht! – Uns zog’s am naechsten Tag nach Hamilton zu einer deutschen, immigrierten Familie, dessen Adresse wir in Deutschland ueberreicht bekommen hatten.

Toben mit Kindern und interessante Gespraeche ueber das Leben der Neuseelaender machten uns den Abschied schon fast schwer.

Naechster Stop in Rotorua! – Stop! – Stop in Cambridge!

Um genau zu sein ein Prang/ Crash mit unserem Auto. Wir heile – “alive” – Auto schrott! Nicht lustig!!!

Policeman: “Bad luck that you crashed! Good luck that you crashed into HIM!”

HIM = Nick Ross the racer!

Alle waren mal wieder viel zu nett. Die Polizisten haben Witze gerissen, der Abschlepper hat alles umsonst gemacht, der Arzt war total vorsichtig, ja und Nick Ross (unser Rennfahrer) hat uns ueberall hingebracht und uns jetzt auch noch mit zu ihm nach Hause genommen.

Und noch nicht genug mit dem neuen zu Hause, jetzt haben sie (Nick and his father) sich sogar noch um ein neues Auto fuer uns gekuemmert.

Soooo was von nette Leute!!!!

Ja und jetzt sind wir nun schon seit 4 Tagen hier und geniessen das Leben in der “Racer-Villa-Ross” mit unserem neuen Leihwagen, dem Crashjeep. Heute sind wir wieder erholt und ausgeschlafen zu unserer naechsten Touriattraktion dem Kiwihouse in Otorohanga und den Waitamo Caves (siehe picture) mit dem Gluehwuermchen-Sternenhimmel gefahren. Die Kiwis sind gross, dick und pummeling und picken mit ihrem langen Schnabel im Dunkeln im Boden herum.

Die Gluehwuermchen bestaunten wir in einem Boot auf einem unterirdischen Gewaesser mit offenen Muendern zwischen Stalaktiten und Stalakmiten.

Wir haben un shier schon so richtig eingelebt und geniessen die familiaere Atmosphaere mit dem jungen Paearchen (aaaaaaaah!! Was fuer ein Wort) bei Monopoly und Rummy-Cup!

PS: Sorry fuer unsere abgehakten Saetze. Alles Erlebte laesst sich schwer in Worte fassen. Alles andere erfahrt ihr spaeter oder ueber :

Joa19@gmx.de und monsteranne@gmx.de

393 km Abenteuer pur!

monsteranne am 29. September 2006 um 4:27 pm

Sie drehte sich um! Es war Joa Reinsch aus Ostbevern - was fuer eine Wiedersehensfreude! Anne Odoj aus Berlin fiel ihr in die Arme und zusammen stiefelten sie los durch die grosse neue Welt! - Steuernummer beantragen, Konto eroeffnen, Pre-paidkarte und was ist mit einem Auto? Ganz nach dem Motto: “You are dismissed” liessen sie “weisse brasilianische” gegen “neuseelaendlische rote” Kiste antreten. Da sich Nr. II besser profilierte war die “decision” gefaellt. Ein Mayda 323 – 4 doors, petrol 91, Baujahr 1994 fuer 1400 $.
Nach einer Nacht drueber schlafen wurde das erste eigene Auto an die 2 Backpackerwomen am 27.09 uebergeben. Ein eigenes Auto: Freiheit, Unabhaengigkeit und ein Dach ueber dem Kopf – genau das was wir brauchen!
Joa: “Anne, du faehrst!”
Anne: “Und du liest die Karte!”

Nach einer tiefen Atempause auf dem 196 m hohen Vulkan Mt. Eden verliessen sie auf dem 4-spurigen Motorway links (!!!!!) die “Sky City” Auckland.
Mit der offenen Frage wie der Tag enden sollte, fuhren sie bis zum Sonnenuntergang in Richtung Norden bis sie sich auf dem “Baylys Beach” (Dargaville) wiederfanden.

                                     
Tagebucheintrag:
“Trotz Camping- und Parkverbots entschieden wir uns am Strand zu uebernachten. Kein Licht weit und breit und das Herzklopfen stieg uns bis zum Halse hoch. Ein Auto fuhr an uns zum Wasser vorbei, die Backpacker setzten sich auf die Motorhaube, fuhren rum und verschwanden wieder. Wir machten es uns mit Schlafsaecken auf den 2 Vordersitzen bequem. Doch nach einer Stunde riss mich Joa mit einem lauten: “ANNEEEEE!” aus dem Schlaf. Ein Auto! Licht! Polizei? Deckung! Kopf runter! – “Camper” – uff! Ein Glueck! Das Lustige war, dass sie mitten in der Nacht mit Neoprenanzuegen ins Meer stiegen. nach ca. 5 Stunden am Strand entschieden wir uns aber auf einen Parkplatz zu fahren, da das Meer gefaehrlich nahe kam!”
Auch Ordnung und Zeit wird auf so einer grossen Reise benoetigt. Deswegen wurden neu gekaufte Kisten gepackt, Waesche gewaschen, Reisebericht geschreiben und ein Picknick am Fluss gehalten.

                                    

Tagebucheintrag:
“Right time – right place – our guardian Angel! Heute haben wir unseren Engel mit dem Gibsarm getroffen: An unserem Auto tat sich nix. Ein Jump-start und alles war wieder gut.” 
                                                              

Auf ca. 242 km – ein Touristop im Waiphoaforest. Ein 40 min. Track zum groessten, aeltesten (1200 Jahre) Kauribaum Neuseelands, bei dem sei doch glatt 20 min. vergassen diesen einen Baum zu bestaunen, sich dafuer aber nett unterhielten.
Das Bad in den heissen, blubbernden, grauen Naturquellen liess sie in einen 12-stuendigen Schlaf fallen. Am naechsten Morgen erwachten sie auf einem Parkplatz in Paihia. Mit ausgeliehenen Fahrraedern vom Centabay Hostle erkundeten sei den am Pazifik liegenden chilligen Reise-Urlaubsort und somit verfassten WIR EUCH diesen Bericht.
393 km und keiner weiss, was auf den naechsten passieren wird….

                                  

 

Jelly-Baby

monsteranne am 27. September 2006 um 3:19 pm

                              Ein rotes Jelly-Baby (mmmmmmmm…… leckaaa)

                                

                                       Der Blick in die Ferne of Auckland City 

                                             “und jetzt?” – “gib mal die Karte”

                             

                                  “Anne, du faehrst!” – “Und du liest die Karte!”

                    

 

keine Bange unser bericht wird heute noch geschrieben!

Auckland-Skycity

monsteranne am 25. September 2006 um 9:45 am

Hi ihrs,

bin jetzte in der Skycity ,mit dem tollen Skytower, von dem man bungeejumping runterspringen kann.bin gestern nach ca. 4 1/2 h stunden busfahrt und einem langen marsch mit meinem kleinen zuhause auf dem ruecken in einem hostel (Georgia) etwas abseits von der innenstadt in auckland angekommen und werde mir heute mal zeit nehmen ,die stadt anzugucken und nach einem auto zu suchen! meine reisegefaehrtin sitzt nun auch schon flugzeug,kommt aber erst uebermorgen an!

Also machts gut! Anne