“Hello we are looking for a job”
Unser Zwischenstop in Tauranga wurde zu einem zweitaegigen Aufenthalt. Auf der Suche nach Arbeit erfuhren wir leider, dass wir uns in dem so genannten “Hungry Gap” befanden. Das heisst Kiwipicking und packing Saison war grade zu Ende und die Sommersaison fing in den Cafes und Motels erst in ein paar Wochen an. Nachdem wir ungefaehr hundertmal unsere Telefonnummer hinterlassen hatten, machten wir uns nach einer Campingplatznacht auf den Weg zur qualmenden Stadt.
Um uns von unser 10 stuendigen Arbeitssuche zu erholen, genossen wir einen Touri-Tag in Rotorua mit allem was dazu gehoert. Wir habens uns einfach so richtig gut gehen lassen. Beeindruckt waren wir vor allem vom Markenzeichen der Stadt: Ueberall stieg Rauch mit Schwefel auf! Stinkt ,aber sieht lustig aus! Danach haben wir eine Runde Moechtegern-shoppen gestartet. Was ist das? Shoppen ohne Geld. Hart aber wir haben es mit einem Eis in der Hand durchgehalten!
Noch ein bisschen an dem riesen Lake Rotorua chillen, bzw. Eine alte Maori-Christenkirche bestaunt und weiter ging es zu unserem naechsten Schlafplatz: Ein sehr guenstiger, aber wunderschoener DOC-Campingplatz mitten im Wald am See. Komposttoilette: “Fuetter mich!” Tja ,das haben wir dann auch getan versehentlich mit unserer einzigen Klopapierrolle.:(
Naja, zum Glueck hat jemand Taschentuecher erfunden. Unser Glueck! Der Abend, die Nacht & der Morgen war richtig wie Urlaub & langsam bevorzugen wir tatsaechlich schon fast unsere gemuetlichen Toyota-Ledersitze einer billigen Warehouse-Isomatte.
WAI-O-TAPU
Um wenigstens eine von den vielen Attraktionen aus Rotorua zu machen, goennten wir uns ein Erlebnis, das besonders beruehmt an diesem Ort ist. Wie damals (bei einer Touriinformation in Tauranga) erschienen wir exakt zur Oeffnung des Thermal-Wonderlands. Ihr muesst wissen, wenn man in einem Auto schlaeft, in dem man um 7 Uhr von hellem Licht geblendet ist, kann man trotz verlaengertem Urlaub nicht laenger schlafen.

Nun zur Attraktion: ” Wo wart ihr eigentlich?” – Wir, Liebe Kinder, waren in New Zealands most colourful and deverse volcanic area. D.h. in einem Thermalgebiet, das von vielen kollabierten Kratern uebersaet ist.So wanderten wir 70 Minuten lang an heissen und kalten Seen, Schlammtuempeln und dampfenden Erdspalten vorbei und knipsten unheimlich oft. ALLES war einfach faszienierend!

Unter anderem entdeckten wir Loecher,denen lustige Namen wie “devils bath” oder ” the devils inkpots” gegeben waren. Man fuehlte sich in dem Moment dem Mittelpunkt der Erde ein Stueckchen naeher… Highlight dieses Ausflugs war ein 3m hoher wasserspritzender Geysir, den wir zum Schluss bestaunten.
SCHEISSARBEIT- SCHEISS DRAUF!
Ein neuer Abschnitt begann mit der Entscheidung fuer eine Woche eine Wwooferfamilie zu besuchen. Somit zogen wir in eine area “Hakwes Bay” los und kamen nach ca. 3 h durch die Praerie ohne eine einzige Tanke gesehen zu haben in Te Hauke (Schoene Gruesse- das bedeutet “Wind”) near Hastings an.
Begruesst wurden wir einem freundlichen ,52 Jahre alten, Organicfarmer namens Andrew Seager. Bei einem Taesschen Tee stellten wir uns vor und erfuhren etwas ueber unseren neuen Gastgeber: Ein Englaender ,der vor 20 Jahren nach Neuseeland immigrierte und vorher eine halbe Weltreise unternommen hatte. Er lebte 2 Jahre in: Germany, South Africa, Australia and now NEW ZEALAND. Jedes mal ,wenn wir ihn fragten :”Have you been in…?” kam oft die Antwort:” Yes, I’ve been there for…years.”
Und los gings mit einer Scheissarbeit im warsten Sinne des Wortes: Kuhflatschen einsammeln und daraus einen Kompost basteln.(Andrew:”It’s like baking a cake!”- Ja klar!) Unter anderem halfen wir Samen zu saehen, Kartoffeln einzupflanzen,Unkraut zu jaehten, Bohnen zu pfluecken, Kompost umzugraben und zu kochen (Schokikuchen backen).
Trotz mangelnder Motivation bei harter Arbeit hielten wir wacker durch und erhielten nach getaner Arbeit jedes mal ein liebes Dankeschoen. Mit dem Einzug seiner 12-jaehrigen, pubertaeren Tocher Hazel kam noch etwas mehr Stimmung ins Haus. In unserer freien Zeit starteten wir unser Kniffelbattle und genossen Cluedo mit der 2-Mann Familie.

Auch von hier haben wir uns mittlerweile wieder verabschiedet und richten uns heute in einem Backpackerhostel in Hastings nett ein.