Monthly Archives: Oktober 2006

Sleeping Giant

SpanGerLisch

Eine gemuetliche kleine Villa wird langsam zu unserem zu Hause. Eigenes Zimmer zu zweit, kostenlos Waesche waschen wie bei Mutti, warme Duschen, eine gut eingerichtete Kueche, DVD-Kuschelecke und einen Extra-Telefon-Raeumchen (“E.T.nach Haus telefonieren”). Hier wird gelacht, sich ausgetauscht und es werden neue Kulturen entdeckt und das alles auf spanisch, japanisch, koranisch, englisch und deutsch. Besonders interessierte uns die Frage, wie die eigene Sprache fuer andere klingt. Mit Haenden und Fuessen und den verwirrensten Erklaerungen kamen wir der Antwort ein kleines Stueckchen naeher. Sergio aus Chile zeichnete uns ein teils abgehaktes, spitzes Diagram fuer unsere Sprache. Fasziniert sind sie allerdings immer wieder von vielen deutschen Woertern und lernen schnell neue, WICHTIGE Ausdruecke wie “Kreisverkehr”, “Schnick schnack schnuck” und “scheisse” dazu (letzteres koennen sie sich natuerlich am besten merken – typisch :) ).

Auf dem Te Mata Peak oder auch Sleeping Giant genannt, da der Berg aussieht wie ein schlafender Riese!

Das ist unser gemuetliches backpackerhostel ,in dem wir fuer laengere Zeit wohnen werden.

Etwas vergeblich gingen wir mit Daniel, Gonzalo und Sergio auf Arbeitssuche, hatten dabei in ihrem Van mit lauter, spanischer Musik allerdings immer jede Menge Spass. 

So konnten uns selbst die ganzen Absagen nicht die Laune verderben und wir haben andere Moeglichkeiten gefunden uns die Zeit zu vertreiben. So erkundeten wir die Berge, die gleich nebenan liegen und aussehen wie ein riesiger schlafender Riese. Von seinem Bauchnabel aus bestaunten wir den Pazifik und Hastings mit den Ameisen-Autos.

Musik hoerend und traeumend am Strand.

Fast wie  im Urlaub fuehlten wir uns als wir am Strand Kniffel zockten, Surfer beobachteten und traeumerisch in den blauen Himmel schauten.

Zu neunt in einem kleinen Van machten wir uns auf den Weg zu einem Wasserfall. Versteckt in den Bergen entdeckten wir dieses Naturwunder. Just for fun sprangen die Jungs von den Klippen direkt neben dem Wasserfall in den klaren See.

Delikatessen lassen wir uns natuerlich nicht entgehen und so zauberten wir mit dem Exkoch Yuma sein japanisches Leibgericht. Eine Art Pancakes mit Salat und Kaese.  Yummie!!!

Tradition der Backpacker: Freitagsabends gibt es ein Barbecue. Schnell lagen auf dem Grill Chicken Hearts , Lamb und andere Favoriten aus Chile. Keine Angst wir haben keine Herzen gegessen.

Das sind die guys aus Chile die einen immer bei guter Laune halten.

Doch fuer einen Tag fanden wir einen harten Job: Das so genannte Pumpkin weeding, auf deutsch: Unkraut jaehten um die Kuerbisse herum. Ein Knochenjob: lange Reihen ohne Ende und die heisse Sonne im Nacken. Doch selbst das konnte uns die Laune nicht verderben und wir vertrieben uns die Zeit mit kleinen Ratespielen!

Wir werden trotzdem nicht aufgeben weiter nach Arbeit zu suchen. 

“Nothing is ever achieved that stays in a dream. Take action!”  :) :) :)

Von Tauranga nach Te Hauke

“Hello we are looking for a job”
Unser Zwischenstop in Tauranga wurde zu einem zweitaegigen Aufenthalt. Auf der Suche nach Arbeit erfuhren wir leider, dass wir uns in dem so genannten “Hungry Gap” befanden. Das heisst Kiwipicking und packing Saison war grade zu Ende und die Sommersaison fing in den Cafes und Motels erst in ein paar Wochen an. Nachdem wir ungefaehr hundertmal unsere Telefonnummer hinterlassen hatten, machten wir uns nach einer Campingplatznacht auf den Weg zur qualmenden Stadt.
Um uns von unser 10 stuendigen Arbeitssuche zu erholen, genossen wir einen Touri-Tag in Rotorua mit allem was dazu gehoert. Wir habens uns einfach so richtig gut gehen lassen. Beeindruckt waren wir vor allem vom Markenzeichen der Stadt: Ueberall stieg Rauch mit Schwefel auf! Stinkt ,aber sieht lustig aus! Danach haben wir eine Runde Moechtegern-shoppen gestartet. Was ist das? Shoppen ohne Geld. Hart aber wir haben es mit einem Eis in der Hand durchgehalten!
Noch ein bisschen an dem riesen Lake Rotorua chillen, bzw. Eine alte Maori-Christenkirche bestaunt und weiter ging es zu unserem naechsten Schlafplatz: Ein sehr guenstiger, aber wunderschoener DOC-Campingplatz mitten im Wald am See. Komposttoilette: “Fuetter mich!” Tja ,das haben wir dann auch getan versehentlich mit unserer einzigen Klopapierrolle.:(

Naja, zum Glueck hat jemand Taschentuecher erfunden. Unser Glueck! Der Abend, die Nacht & der Morgen war richtig wie Urlaub & langsam bevorzugen wir tatsaechlich schon fast unsere gemuetlichen Toyota-Ledersitze einer billigen Warehouse-Isomatte.

WAI-O-TAPU

Um wenigstens eine von den vielen Attraktionen aus Rotorua zu machen, goennten wir uns ein Erlebnis, das besonders beruehmt an diesem Ort ist. Wie damals (bei einer Touriinformation in Tauranga) erschienen wir exakt zur Oeffnung des Thermal-Wonderlands. Ihr muesst wissen, wenn man in einem Auto schlaeft, in dem man um 7 Uhr von hellem Licht geblendet ist, kann man trotz verlaengertem Urlaub nicht laenger schlafen.

Nun zur Attraktion: ” Wo wart ihr eigentlich?” – Wir, Liebe Kinder, waren in New Zealands most colourful and deverse volcanic area. D.h. in einem Thermalgebiet, das von vielen kollabierten Kratern uebersaet ist.So wanderten wir 70 Minuten lang an heissen und kalten Seen, Schlammtuempeln und dampfenden Erdspalten vorbei und knipsten unheimlich oft. ALLES war einfach faszienierend!

  

Unter anderem entdeckten wir Loecher,denen lustige Namen wie “devils bath” oder ” the devils inkpots” gegeben waren. Man fuehlte sich in dem Moment dem Mittelpunkt der Erde ein Stueckchen naeher… Highlight dieses Ausflugs war ein 3m hoher wasserspritzender Geysir, den wir zum Schluss bestaunten.

SCHEISSARBEIT- SCHEISS DRAUF!

Ein neuer Abschnitt begann mit der Entscheidung fuer eine Woche eine Wwooferfamilie zu besuchen. Somit zogen wir in eine area “Hakwes Bay” los und kamen nach ca. 3 h durch die Praerie ohne eine einzige Tanke gesehen zu haben in Te Hauke (Schoene Gruesse- das bedeutet “Wind”) near Hastings an.

Begruesst wurden wir einem freundlichen ,52 Jahre alten, Organicfarmer namens Andrew Seager. Bei einem Taesschen Tee stellten wir uns vor und erfuhren etwas ueber unseren neuen Gastgeber: Ein Englaender ,der vor 20 Jahren nach Neuseeland immigrierte und vorher eine halbe Weltreise unternommen hatte. Er lebte 2 Jahre in: Germany, South Africa, Australia and now NEW ZEALAND. Jedes mal ,wenn wir ihn fragten :”Have you been in…?” kam oft die Antwort:” Yes, I’ve been there for…years.”

Und los gings mit einer Scheissarbeit im warsten Sinne des Wortes: Kuhflatschen einsammeln und daraus einen Kompost basteln.(Andrew:”It’s like baking a cake!”- Ja klar!) Unter anderem halfen wir Samen zu saehen, Kartoffeln einzupflanzen,Unkraut zu jaehten, Bohnen zu pfluecken, Kompost umzugraben und zu kochen (Schokikuchen backen).

Trotz mangelnder Motivation bei harter Arbeit hielten wir wacker durch und erhielten nach getaner Arbeit jedes mal ein liebes Dankeschoen. Mit dem Einzug seiner 12-jaehrigen, pubertaeren Tocher Hazel kam noch etwas mehr Stimmung ins Haus. In unserer freien Zeit starteten wir unser Kniffelbattle und genossen Cluedo mit der 2-Mann Familie.

        

Auch von hier haben wir uns mittlerweile wieder verabschiedet und richten uns heute in einem Backpackerhostel in Hastings nett ein.

 

 

 

Poetry 8.- 12.10.2006

Nach Hobbiton wollten wir geh’n,
Doch konnten wirs leider nicht sehn.
50 $ waren uns zu teuer,
so zog es uns wieders hinters Steuer.
Doch anstatt uns sinnlos zu besaufen,
Gingen wir erstmal eine Runde laufen.
Nickerchen und Basteleien,
Machten unsere Seelen rein.
Um Maria unter die Arme zu greifen,
Mussten wir den Supermarkt streifen.
6 Tueten und ein Eis,
spendiert von ihr- Das ist kein Scheiss!
Abschied nehmen faellt uns schwer,
Doch morgen zieht es uns ans Meer.

 Unsere “Bach” fuer 3 Tage

 Waten zur Insel bei Ebbe

Nach Whangamata rollte die neue Kiste los,
Und Joa neben Anne hatte die Karte auf dem Schoss.
Eine eigene Bach , das war unser traum,
14 Betten fuer uns alleine, das ist viel Raum.
Die Schluessel von den Racern einfach in die Hand gedrueckt,
Wer kann das glauben, das ist doch verrueckt.
Adventure musste unbedingt sein,
Bei Ebbe ging es auf eine Insel – klein ,aber fein!
Doch wollten wir nicht nur den kalten Pazifik ertragen,
So haben wir uns eine Grube am Hot water Beach gegraben.
Die Temperatur des Wassers konnten wir uns aussuchen,
Nur bei verbrannten Fuessen mussten wir fluchen.
Um mal etwas Ruhe zu erlangen,
Haben wir uns 12 h in Herr der Ringe verfangen.
Mit dem Feeling von Mittelerde,
Sattelten wir eisern neu unsere Pferde….

Zwischenstop in Cambridge

Hier ist alles gut! Verbringen einige Tage in Cambrigde und haben sogar schon echte Gluehwuermchen gesehen. Melden uns bald mit einem richtigen Bericht. See ya Guys!

Good Luck and Bad Luck – Glueck im Unglueck!

“An diesem Kap, 116 km nordwestlich von Kaitaia, treffen Suedpazifik und tasmanisches Meer aufeinander. Von einem alten und beruehmten Leuchtturm geht der Blick auf die Weite der beiden Meere hinaus. Ein Wegweiser macht deutlich wie weit man von allen anderen Orten der Welt entfernt ist.”

Bis zu euch sind es ca. 17000 km. Das durften wir nach einer spontan gebuchten Busfahrt mit einem waschechten, singenden Maori-Busfahrer erfahren.

Mit ihm ging es an dem weissen, weiten 90-Mile Beach entlang. Grosses Highlight war das Sandsurfen auf den Sahara-aehnlichen Duenen am Strand.

Der Rueckweg ueber die Westroute nach Auckland ging an wunderschoenen Straenden, an der Hundertwassertoilette und an den 27 m hohen Wasserfaellen in Kerikeri (Anne comeback) vorbei.

Unser 1. richtiges Bett stellte Michael, unser Autoverkaeufer in seinem 2. Haus zu Verfuegung.

Uebrigens: Untermieter war “Bruce the Kiffer”. Keine Angst! – Wir zogen nicht! – Uns zog’s am naechsten Tag nach Hamilton zu einer deutschen, immigrierten Familie, dessen Adresse wir in Deutschland ueberreicht bekommen hatten.

Toben mit Kindern und interessante Gespraeche ueber das Leben der Neuseelaender machten uns den Abschied schon fast schwer.

Naechster Stop in Rotorua! – Stop! – Stop in Cambridge!

Um genau zu sein ein Prang/ Crash mit unserem Auto. Wir heile – “alive” – Auto schrott! Nicht lustig!!!

Policeman: “Bad luck that you crashed! Good luck that you crashed into HIM!”

HIM = Nick Ross the racer!

Alle waren mal wieder viel zu nett. Die Polizisten haben Witze gerissen, der Abschlepper hat alles umsonst gemacht, der Arzt war total vorsichtig, ja und Nick Ross (unser Rennfahrer) hat uns ueberall hingebracht und uns jetzt auch noch mit zu ihm nach Hause genommen.

Und noch nicht genug mit dem neuen zu Hause, jetzt haben sie (Nick and his father) sich sogar noch um ein neues Auto fuer uns gekuemmert.

Soooo was von nette Leute!!!!

Ja und jetzt sind wir nun schon seit 4 Tagen hier und geniessen das Leben in der “Racer-Villa-Ross” mit unserem neuen Leihwagen, dem Crashjeep. Heute sind wir wieder erholt und ausgeschlafen zu unserer naechsten Touriattraktion dem Kiwihouse in Otorohanga und den Waitamo Caves (siehe picture) mit dem Gluehwuermchen-Sternenhimmel gefahren. Die Kiwis sind gross, dick und pummeling und picken mit ihrem langen Schnabel im Dunkeln im Boden herum.

Die Gluehwuermchen bestaunten wir in einem Boot auf einem unterirdischen Gewaesser mit offenen Muendern zwischen Stalaktiten und Stalakmiten.

Wir haben un shier schon so richtig eingelebt und geniessen die familiaere Atmosphaere mit dem jungen Paearchen (aaaaaaaah!! Was fuer ein Wort) bei Monopoly und Rummy-Cup!

PS: Sorry fuer unsere abgehakten Saetze. Alles Erlebte laesst sich schwer in Worte fassen. Alles andere erfahrt ihr spaeter oder ueber :

Joa19@gmx.de und monsteranne@gmx.de