Daily Archives: 29. September 2006

393 km Abenteuer pur!

Sie drehte sich um! Es war Joa Reinsch aus Ostbevern - was fuer eine Wiedersehensfreude! Anne Odoj aus Berlin fiel ihr in die Arme und zusammen stiefelten sie los durch die grosse neue Welt! - Steuernummer beantragen, Konto eroeffnen, Pre-paidkarte und was ist mit einem Auto? Ganz nach dem Motto: “You are dismissed” liessen sie “weisse brasilianische” gegen “neuseelaendlische rote” Kiste antreten. Da sich Nr. II besser profilierte war die “decision” gefaellt. Ein Mayda 323 – 4 doors, petrol 91, Baujahr 1994 fuer 1400 $.
Nach einer Nacht drueber schlafen wurde das erste eigene Auto an die 2 Backpackerwomen am 27.09 uebergeben. Ein eigenes Auto: Freiheit, Unabhaengigkeit und ein Dach ueber dem Kopf – genau das was wir brauchen!
Joa: “Anne, du faehrst!”
Anne: “Und du liest die Karte!”

Nach einer tiefen Atempause auf dem 196 m hohen Vulkan Mt. Eden verliessen sie auf dem 4-spurigen Motorway links (!!!!!) die “Sky City” Auckland.
Mit der offenen Frage wie der Tag enden sollte, fuhren sie bis zum Sonnenuntergang in Richtung Norden bis sie sich auf dem “Baylys Beach” (Dargaville) wiederfanden.

                                     
Tagebucheintrag:
“Trotz Camping- und Parkverbots entschieden wir uns am Strand zu uebernachten. Kein Licht weit und breit und das Herzklopfen stieg uns bis zum Halse hoch. Ein Auto fuhr an uns zum Wasser vorbei, die Backpacker setzten sich auf die Motorhaube, fuhren rum und verschwanden wieder. Wir machten es uns mit Schlafsaecken auf den 2 Vordersitzen bequem. Doch nach einer Stunde riss mich Joa mit einem lauten: “ANNEEEEE!” aus dem Schlaf. Ein Auto! Licht! Polizei? Deckung! Kopf runter! – “Camper” – uff! Ein Glueck! Das Lustige war, dass sie mitten in der Nacht mit Neoprenanzuegen ins Meer stiegen. nach ca. 5 Stunden am Strand entschieden wir uns aber auf einen Parkplatz zu fahren, da das Meer gefaehrlich nahe kam!”
Auch Ordnung und Zeit wird auf so einer grossen Reise benoetigt. Deswegen wurden neu gekaufte Kisten gepackt, Waesche gewaschen, Reisebericht geschreiben und ein Picknick am Fluss gehalten.

                                    

Tagebucheintrag:
“Right time – right place – our guardian Angel! Heute haben wir unseren Engel mit dem Gibsarm getroffen: An unserem Auto tat sich nix. Ein Jump-start und alles war wieder gut.” 
                                                              

Auf ca. 242 km – ein Touristop im Waiphoaforest. Ein 40 min. Track zum groessten, aeltesten (1200 Jahre) Kauribaum Neuseelands, bei dem sei doch glatt 20 min. vergassen diesen einen Baum zu bestaunen, sich dafuer aber nett unterhielten.
Das Bad in den heissen, blubbernden, grauen Naturquellen liess sie in einen 12-stuendigen Schlaf fallen. Am naechsten Morgen erwachten sie auf einem Parkplatz in Paihia. Mit ausgeliehenen Fahrraedern vom Centabay Hostle erkundeten sei den am Pazifik liegenden chilligen Reise-Urlaubsort und somit verfassten WIR EUCH diesen Bericht.
393 km und keiner weiss, was auf den naechsten passieren wird….