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Bandarban, Boga Lake und Hill Tracts
Da wir nicht die Geduld hatten mehrere Stunden auf eine direkte Bus-Verbindung nach Bandarban zu warten, versuc
hten wir es mit Umsteigen und Zwischenpausen über kleinere Dörfer. Aus einer geplanten 2 stündigen Fahrt, wurde ein ganzer Tag in SEHR engen lokalen Bussen durch ewige Serpentinenstrecken in den Bergen. Aber auch das gehört zum Abenteuer einer Reise. Das altbekannte Sprichwort besagt ja: „Der Weg ist das Ziel“ (Konfuzius)
Die Chittagong Hills ist die Bergregion Bangladeschs. Der höchste Berg (Keokradong) misst gerade mal 1200 Meter. Da die Täler praktisch auf Meereshöhe liegen, geben sie trotzdem einem den Eindruck sich in hohen Bergen zu befinden. Ohne Genehmigung dürfen Touristen bestimmte Bergregionen nicht besuchen, deswegen holten wir uns vorher eine „Permission“ ein und passierten auf unserem Trip ca. 8 Militärkontrollen, dass sehr viel Geduld kostet…
Um wirklich die Zivilisation hinter sich zu lassen und tief in die Berge vorzudringen, nahmen wir eine längere Route in Kauf. Nach zwei weiteren Stunden Busfahrt durch die Berge, ging es gemeinsam mit einem kanadischen Pärchen in einem Slow-Boat (einer kleinen Nussschlafe, mit einem halb-überdachten Baskenschutz) nach Ruma, in der uns ein Bootsmann stakend 2 h flussaufwärts tr
ug. Nach gründlicher Visite und einem köstlichen bengalischen Mittag (natürlich ohne Messer und Gabel – nur mit den Fingern – so schmeckt‘s am besten!) stiegen wir auf die Ladefläche eines Jeeps. Die Gitter fest umklammert, um nicht rauszufallen, war diese Fahrt ein sehr holpriges Erlebnis. Unglaublich was für Steigungsgrade Jeeps bewältigen können…
Erschreckend war, wie viele Feuer in den Bergen angezündet werden. Für die Landwirtschaft werden viele Bananenstauden abgebrannt, damit frisches Gras besser nachwachsen kann.
Diese Methode erscheint mir aber technisch katastrophal. Damit wird Fauna und Flora zerstört, CO2 freigesetzt und ständig hängen rauchige, graue Wolken am Horizont. Das kann doch nicht die richtige Lösung für die Landwirtschaft sein? Da gibt es doch sicherlich noch andere Praktiken? Vor 15 Jahren haben hier noch Tiger und Elefanten die Berge bevölkert….
Nachdem die Straße endete, wanderten wir das letzte Stück zum Boga Lake. Ein kleines verschlafenes Dörfchen war unser Ziel des Tages.
Nach einem erfrischenden Bad im See, hörte ich aus der „Dorfkirche“ Gesänge und Getrommel und wohnte einen Gottesdienst auf Bouwla (deren einheimischen Sprache) bei. Ich war erstaunt zu erfahren, dass in den Chittagong Hills viel mehr Christen als Moslems leben. Dies fand ich, machte sich auch in der Art und Weise wie die Dorfbewohner mit uns umgegangen sind bemerkbar. Am Abend bekochte uns man mit traditionellem Essen, das aus Reis, gekochten und frittierten Eiern in Gelbwurzel und anderen Gewürzen, gebratenen Auberginen und Hühnchen bestand.
Da die Urlaubszeit sehr knapp war, brachen wir gleich am nächsten Tag Richtung Ruma auf. Diesmal ging es zu Fuß. Vier Stunden bergabwärts in glühend heißer Sonne und einem sehr flinken Guide in Flip Flops an der Spitze erreichten wir unser Ziel…
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Route: Dhaka – Chittagong – Rangamati – Bandarban – Boga Lake – Cox Bazar – Chittagong – Dhaka
Teil I
Mein letzter Urlaub zog mich in den südöstlichen Teil Bangladeschs. Zusammen mit einem Freund ging es mit dem Nachtzug von Dhaka nach Chittagong (für ganze 1,50 € pro Person). Während es sich einige auf den Zugdächern bequem machten, hielten wir es auf einer Sitzliege ganz gut aus. Nur ab und zu kreuzte die eine oder andere Kakerlake meinen Fuß.
Da Chittagong, als Hafenstadt, nicht weniger laut als Dhaka ist
, zog es uns direkt nach Rangamati weiter. Eine Halbinsel umgeben von einem riesigen See. Die Chittagong Hills ist die Heimat vieler indigener Völker wie Bawm, Sak, Chakma, Khumi, Khyang, Marma…
Sie haben noch ihre eigene Sprache „Bouwla“ sowohl in schriftlicher als auch in mündlicher Form. Deren Unterrichtssprache in der Schule ist aber Bangla. Die Einheimischen sehen anders als die Bangladeschis aus und gleichen mehr Bewohnern der Philippinen. Die Kleidung der indigenen Völker sind handgewebte Stoffe und mit ihren leuchtenden Farben unverwechselbar.
Es werden viele Ketten um den Hals getragen und große Loch-Metallringe die Ohren gestochen. Im Alltag tragen immer noch viele indigene Völker traditionelle Kleidung, meistens aber bei offiziellen Anlässen wie Hochzeiten, Feste und religiöse Veranstaltungen. Die traditionellen einheimischen Häuser sind aus Bambus und Gras gebaut und befinden sich meistens auf Stelzen mit einer gekerbten hölzernen Leiter als Treppe.
Wir schlossen uns den touristischen Programmen an und unternahmen eine 4 stündige Bootstour, in der man uns an einen völlig anderen Ort brachte, als wir ursprünglich planten. Als man uns erzählte, man wäre nicht weit von der burmesischen Grenze entfernt, wurde mir etwas unwohl… Kidnapper? Einige Orte in den Bergen sind wirklich für Touristen nicht ungefährlich. Sie werden oft als Geisel genommen um sie als Druckmittel für politische Zwecke einzusetzen. Aber wir ja unsere eigenen zwei Polizisten an Bord, da konnte uns eigentlich nichts passieren (naja…). Wir hatten sogar Glück, da der ei
ne Polizist etwas Englisch sprach und gleichzeitig unsere Fragen beantworten konnte. Es ging zu einem ausgetrockneten Wasserfall bzw. einer riesigen Steinwand und einem abgelegenen Tribalvillage, aus der Minorität des Chakma-Volkes, in dem uns der Lehrer des Dorfes auf einen Tee einlud und mit uns auf Englisch schwatzte….
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Ein Land ohne kommerzielles Kino, ohne Starbucks, Mc Donald und Blitzer…
Nach 3 Monaten chaotischem Stadtlebens in Dhaka habe ich doch einige Dinge kennen und lieben gelernt.
Vermissen werde ich:
Natürlich gibt es auch Dinge, auf die ich mich bei meiner Rückkehr nach Deutschland sehr gefreut habe und in Bangladesch absolut vermisste (wie ein leckeres, deutsches Frühstück mit Brötchen, Käse und Leberwurst sowie das Fahrradfahren und die frische Luft etc.)
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Da mein Praktikum wie im Fluge vorbei war und ich noch nicht geschafft habe alles von meinen Trips durch Bangladesch zu erzählen, kommt hier noch ein Nachtrag der Reise in die Sundarbans (Natur-Welterbe)!
Drei Praktikantinnen des Institutes zogen in tiefer Nacht,
mit einem Bus in Richtung Süden – gar nicht sacht.
Eine Autofähre trug unsere Mannschaft über den Fluss,
wo in Khulna wartend am Schluss,
das Schiff der Bengaltours zur Fahrt einlud,
und uns tief in den Urwald trug.
Genehmigungen zum Passieren holte man sich ein,
sowie zweibewaffnete Wächter, weniger fit, mussten noch rein.
Die Sonne lachte heiter,
der Himmel in Azur,
so zog man in schmale Kanäle weiter,
und genoss die Natur.
Man zog in aller Frühe,
durch die Seitengewässer mit einem kleinen Gefährt,
die Bangladeschis gaben sich Mühe,
Stille halten zu können und zu lauschen, wenn ein Vogel plärrt.
Ein Trek durch Mangrovenwälder stand auch auf dem Plan,
alle kämpften sich durch den Schlamm,
Rehe zeigten sich an und an,
die Angst vor einem Treffen mit einem Tiger hielt uns stramm.
Stolz fand ich den ersten Abdruck einer Tigertatze,
groß und eine Woche alt,
hier kreuzte zuvor unsern Wegeine orange Monster-Katze,
bei dem Gedanken lief es mir über den Rücken kalt.
Bengaltiger blieben uns zum Glück erspart,
dafür zeigten sich Kingfisher, Reier, Delphine und Rehe
sowie kleinere Tiere undefinierbarer Art,
konnten wir bestaunen aus nächster Nähe…
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Touri-Trip muss auch mal sein! Taj Mahal bei kühlen 40 Grad. Mit Puschen die durch die Gefilden des Grabes der Geliebten, ohne Essen, Guide, Messer, Nagelscheren oder Sonstiges – Größte Sicherheit!
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Als ich zu meinem Guide meinte: „I really love to go trekking into the mountains“, korrigierte er mich, dass wir nicht in die “Mountains” wandern gehen. Die Nepalis teilen ihre „Berge“ folgendermaßen ein:
Alles von 1000-5999m sind = Hills (Hügel)
Ab 6000m = Peaks
Und erst die ganz großen Giganten mit 7000 und 8000m nennt man = Mountains
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